Software soll Hundebellen übersetzen können

Veröffentlicht auf von Koolteeth

Wie The Inquirer berichtet, soll es nun eine Software geben, die wichtiges von unwichtigem Hundegebell unterscheiden kann. Nun, wenn ein Wachhund einen Ein- oder Ausbrecher sieht, gibt er Laut. Wenn er Nachbars Katze sieht, dann gibt er eventuell auch Laut. Welches Bellen für den Menschen relevant ist, soll die Software erkennen.

Entwickelt wurde das tierisch gute Programm für Gefängnisse in Israel. Dort ist es scheinbar schon öfter vorgekommen, dass Wachpersonen das Gebell der Wachhunde missinterpretiert haben und deshalb ungehindert Ausbrecher entkommen konnten. Ein findiger Unternehmer hat davon Wind bekommen und eine Software entwickelt, die dem Wachpersonal anzeigen soll, dass der Hund tatsächlich einen Ausbrecher bemerkt hat.

Dazu wurden mehrere tausend Hunde in verschiedenen Situationen auf Tonband aufgenommen. Hunde, die bellen, weil sie Hunger hatten, Hunde, die eine Katze sichteten oder auch nur ein harmloses Ballspiel verfolgten. Mit einem Halsband wird das Gebell aufgenommen und von der Software mit all diesen Aufnahmen verglichen. Stimmt das Bellen mit einem Bellen eines Hundes überein, der wegen eines Ausbrechers gebellt hatte, dann schlägt die Software Alarm.

Dem Entwickler sei zu seiner Software gratuliert. Software ist ja schließlich dazu da, dummen und faulen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Warum man nicht einfach den Wachmännern klar macht, dass ihre Hunde grundsätzlich bellen, wenn etwas nicht ok ist und sie deshalb einfach kurz ihren faulen Hintern aufschwingen und nach dem Rechten schauen sollen? Keine Ahnung...

Und woran will man denn nun erkennen, das dem armen Hund nicht eine Katze viel wichtiger erscheint, als so ein popliger Ausbrecher? Dazu muss dem Hund doch wirklich fest und sicher antrainiert werden, dass der Ausbrecher existenziell eine echte Bedrohung darstellt. Die Katze jedoch, selbst wenn sie sich über Hassos Fresschen hermacht, nur unbeachtliches Beiwerk ist. Mir erscheint das Ganze als zweifelhafter Gag (zum ersten April wäre die Nachricht sicherlich besser angekommen).

Veröffentlicht in Gedanken

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