Der Verfall der deutschen Sprache

Veröffentlicht auf von Koolteeth

Eine neue Umfrage (2.000 Befragte) im Auftrag der Gesellschaft für Deutsche Sprache brachte hervor, dass 42 Prozent der Befragten eine schlechtere sprachliche Ausdrucksweise als noch vor 20 oder 30 Jahren bei ihren Mitmenschen bemängeln. Egal ob Anglizismen oder Schimpfworte, die deutsche Sprache scheint zu verfallen und zu verrohen.

Als Gründe für die sprachlichen Mängel gaben die Befragten an, dass in erster Linie das Fernsehen schuld sei und weniger gelesen würde. Außerdem sei, wohl auch dadurch, die Akzeptanz gegenüber mangelnder Ausdrucksweise gestiegen. Die Befragten gaben jedoch zu, dass sie selbst öfter zu Ausdrücken wie "Idiot" oder "Scheiße" greifen. Interessant sind die dazugehörigen Zahlen: 71 Prozent gaben zu, ab und an "Idiot" zu sagen und 63 Prozent benutzen von Zeit zu Zeit das Wort "Scheiße".

Über das Wort "Ficken" ärgern sich 59 Prozent der befragten, vor allem Frauen und Ältere. Bei dem Wort "Krüppel" regen sich nur 55 Prozent der befragten auf. Ebenfalls negativ aufgenommen wird der Sprachgebrauch in SMS und E-Mails. Abkürzungen und fehlende Interpunktion führten schnell zu einem mangelhaften Sprachgebrauch. Allerdings gab jeder dritte Befragte an, dass sich gerade durch die neuen Medien (Internet, ...) der Wortschatz erweitert hätte.

Über die Vielzahl an englischen Begriffen ärgerten sich nur 39 Prozent der Befragten, wobei das Feld hier von Älteren und Menschen ohne Englischkenntnissen dominiert wird. Andererseits wissen nur die wenigsten wirklich, was diese Anglizismen und Ausdrücke tatsächlich übersetzt bedeuten. Besonders ärgerlich finden daher die meisten Menschen solche englischen Ausdrücke beim Einkaufen und in der Werbung.

Für mehr Beschäftigung mit der deutschen Sprache durch lesen spricht aber nicht nur eine gesteigerte Rede- Schreibgewandtheit, sondern auch die Schulung des Vorstellungsvermögens und der Konzentration.

Veröffentlicht in Gedanken

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