Rente mit 67 - und mit 50 schon arbeitslos!

Veröffentlicht auf von Koolteeth

Liebe Leute, wo soll das den enden? Unsere Politiker setzen die Regelarbeitszeit auf das unbarmherzige Alter von 67 Jahren hoch und die Wirtschaft schickt alte Menschen bereits ab 50 in die Arbeitslosigkeit. Und wer hat Schuld an der Praxis, dass alte Menschen systematisch aus dem Berufsleben verbannt werden? Die Politik.

So wurden über Jahrzenhte hinweg alte Menschen mit Hilfe von staatlichen Geldern entweder in die Arbeitslosigkeit, den Vorruhestand oder mit Abfindungen ausgemustert. In Deutschland arbeiten gerade einmal rund 30 Prozent der 60 bis 64 Jährigen. Diese 30 Prozent enthalten jedoch auch diejenigen, die durch Arbeitsteilzeit auch nur noch zuhause rumhängen. Der prozentuale Anteil liegt also in Wirklichkeit bei weniger als 30 Prozent.

Aber wie denn? Da hört man doch ständig, wie wichtig ältere Menschen in der Arbeitswelt seien. Da erscheinen doch alle Behauptungen der Politiker als zynisch und realitätsfremd. Und nicht, dass dies der einzige Bereich wäre, in dem Poltiker so handeln, aber bleiben wir beim Thema.

Wir haben doch nicht nur in Freizeit und Sport einen extremen Jugendwahn. Natürlich auch in der Wirtschaft! Da will jeder noch so lange wie möglich jede körperliche Belastung kaschieren um nicht als "alt" abgestempelt zu werden. So wie Leute ab 30 anfangen ins Fitnessstudio zu gehen oder kleine äußere "Fehler" chirurgisch entfernen zu lassen, so wollen eben auch Unternehmen jung bleiben. Ja kein Wunder!

Die Erfahrung der Alten kann kein Junger haben. Woher auch? Aber welche Arbeit erfordert denn schon groß Erfahrung. In Akademikerkreisen ist es ohnehin normal, dass nur alte Säcke die Positionen halten. Aber in den körperlichen oder "stupiden" Arbeiten ist Erfahrung in wenigen Monaten angelernt. Dies soll jetzt aber keine Herabsätzung dieser Tätigkeiten sein. Und die meisten werden mir damit wohl sicher auch zustimmen.

Und die, die schon 10 oder 14 Jahre früher abserviert werden sitzen dann mit einer geringen Rente bis ans Lebensende fest. Zuerst eine Nummer auf der Stempelkarte, dann eine Nummer im Arbeitsamt und letztendlich eine Nummer auf dem Armenfriedhof. Nein danke.

Und jetzt müssen alle Jüngeren auch noch bis 67 arbeiten (und den wenigen nachkommenden Jungen auch noch die Arbeitsplätze nehmen, was die Wirtschaft aber "verhindert" und die Alten wieder früher entlässt, was dazu führt, dass der Großteil der Bevölkerung, nämlich die Alten, ärmer werden und weniger konsumieren können usw.). Wenn sich an der derzeitigen Praxis nichts ändert, dann gehen mit dem Rauswurf aus dem aktiven Berufsleben noch mehr Rentenanrechnungsjahre flöten.

Und dann hört man noch ständig von einer Zunahme der Altersdemenz. Ja sind Alte denn nun fit genug, um bis 67 zu arbeiten oder nicht? Unreflektierenden Medienbetrachtern wird mal dies und mal das suggeriert. Da weiß die breite Masse doch nicht mehr, was sie glauben soll! Die Wirtschaft aber weiß, was sie will. Und die Politiker wissen, wie sie sich aus der Affaire ziehen können: Mit Hilfe der Wirtschaft Geld scheffeln und dann in die hochdottierte Rente verschwinden.

Veröffentlicht in Gedanken

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