Gewalt- und Killerspiele schaden der Gesundheit

Veröffentlicht auf von Koolteeth

Und wieder ein Test mehr, der besagt, das Gewaltspiele schädlich sind. Diesesmal stand nicht die Psyche, sondern die physische Gesundheit im Mittelpunkt. Interessant ist, das spezifisch die Gewalt den ausschlaggebenden Aspekt darstellt und nicht etwa das Spielen vor dem Bildschirm überhaupt. Durch die Feststellung der Gesundheitsschädigung sollen Spielehersteller überzeugt werden, auf Gewalt in Spielen zu verzichten.

Untersucht wurden Jungen zwischen 12 und 15 Jahren, die entweder ein Spiel ohne Gewalt oder eines mit Gewalt zocken mussten (durften...). Die Tests fanden Abends vor dem Schlafengehen statt. Die erzeugte Spannung war bei beiden Spielen ungefähr gleich. Die Messungen ergaben bei beiden Spielern einen erhöhten Puls, jedoch schlug das Herz derjenigen, die das Gewaltspiel spielten unregelmäßiger. Nun war dies aber nicht nur während des Spiels so. Der Herzschlag blieb auch während des Schlafs unregelmäßig.

Die Studie untersuchte diesbezüglich auch die Unterschiede zwischen Vielspielern und Gelegenheitszockern. Dabei konnte zumindest nicht belegt werden, dass Vielspieler psychisch anders reagierten, als Gelegenheitsspieler. Eine physische Gewöhnung findet also scheinbar nicht statt. Die Spieler selbst konnten nach dem Schlaf nicht von sich behaupten schlechter geschlafen zu haben.

Für die Forscher steht aber eindeutig die Gewalt in Verbindung mit den unregelmäßigen Herzfrequenzen. Sie sagen, dass es damit belegt sei, dass durch die Gewalt in Spielen Auswirkungen auf das physiologische System der Spieler stattfinden. Für jüngere Spieler, gerade in den Entwicklungsphasen könnte dies ohne Zweifel schwere gesundheitliche Schäden nachsich ziehen.

Der Originaltext der Universität Stockholm kann hier gelesen werden.

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