Der Barista in aller Munde

Veröffentlicht auf von Koolteeth

Bis vor wenigen Tagen hatte ich noch keine Ahnung, dass es sowas wie einen Barista gibt. Und tatsächlich hätte ich diesen Ausdruck auch nie in meinem Wortschatz vermisst, wenn der Barista nicht ganz plötzlich ganz penetrant ins Rampenlicht gedrengt würde. Nun, was ist ein Barista?

 

Barista ist italienisch und bedeutet übersetzt Barkeeper. So wie die Pizza schaffte es der Barista über den großen Teich nach Amerika und wurde dort auch gleich missverstanden. Denn anstatt alle möglichen Cocktails und Getränke, macht der amerikanische Barista nur noch Kaffee. Diesen verziert er mit schönen Bildern aus Milchschaum und Sahnecreme. So bekommt der klassische Kaffee einen tollen Touch von Kunst, die man nach dem ersten Schluck auf den Lippen trägt. Blumen, Gesichter, Herzen, Tiere, der Barista zaubert mit den verschiedensten Techniken fast jedes Motiv auf die Kaffeekrone.

 

Man kann sich gut vorstellen, wie Carrie, Samantha, Miranda und Charlotte den gutgebauten, dunkeläugigen Barista hinter der Theke eines typischen New Yorker Coffee Shops anschmachten und davon träumen, ihn mit einer extra Portion Sahne zu vernaschen.

 

Und es scheint so, wie als wäre genau dieses Bild die Botschaft, die die Medien vermitteln wollten, wenn sie derzeit über den Barista berichten. Jetzt gibt es Baristas an jeder Ecke und der ordinäre Coffee To Go wird mit schnörkeligen Mustern zum hippen Sommertrend des Jahres 2014. Schon bieten die ersten Firmen Barista-Maschinen fürs Büro und bald wird den Leuten der aufgepeppte Kaffeeschaum auch wieder zum Hals raushängen.

 

Schön zu beobachten ist, wie die Medien den neuen Trend anheizen, fast so als hätten sie nur die Pressemitteilungen der großen Kaffeekonzerne gelesen, die ihre Absatzzahlen verbessern wollen.

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