Sicherheit im Internet - da blutet mir das Herz!

Veröffentlicht auf von Koolteeth

Die SSL-Verschlüsselung sichert Internetseiten, auf denen wir mit sehr empfindlichen Daten hantieren. Wie nun bekannt wurde, hat die Verschlüsselung schon seit Jahren ein hochsensibles Sicherheitsleck. Da nutzt es dann auch nichts, wenn man seine Zugangsdaten ständig ändert, die Sicherheitslücke lässt es zu, dass Daten abgegriffen werden können, während wir uns im vermeindlich geschützten Bereich aufhalten.

 

Heartbleed zeigt uns einmal mehr, welche Gefahr der unbekümmerten Preisgabe persönlicher Daten innewohnt. Selbst dann, wenn wir uns in Sicherheit wägen, sind wir absolut ungeschützt. Dabei riskieren wir nicht mehr nur den Verlust eines Passworts, sondern eventuell auch den unserer eigenen Identität.

 

In diesem Lichte werden Schlagworte wie BIGDATA zu einem Albtraum, denn einmal mehr stellt sich die Frage, wer alles Zugang zu all diesen Datensammlungen hat. Ist es überhaupt möglich, Daten sicher zu lagern? Früher sagte man, der einzige Schutz, den man im Internet hätte, wäre die Masse der User, in der man untergehen würde. Das galt und gilt noch immer, nur dass die Masse kein Hinderniss mehr darstellt, da Daten zentral gespeichert werden. Man kann quasi von einer Komprimierung der Daten auf einzelne Unternehmen sprechen.

 

Da wird es also spannend, was die Zukunft noch für uns bereit hält. Wenn das Internet mehr und mehr Teil unserer realen Umwelt geworden ist, können Hacker theoretisch alles beeinflussen. Den Herd, das Auto, die Konten, die Haustür und so weiter und so fort. Dazu würde ein Angriff auf eine große Firma wie Google oder Facebook ausreichen, um uns alle so richtig blank zu ziehen.

 

Wichtig ist aber auch, die Technik nicht grundsätzlich zu verurteilen. Was da geschiet ist nicht schlecht oder zu viel des Guten. Wir sollten uns nur wieder angewöhnen etwas vorsichtiger zu sein. Denn Schutz ist im Reich der Bits und Bytes nur eine Frage von "Strom an - Strom aus", fifty-fifty, reine Utopie...

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