Stakeholder und die Macht der neuen Medien

Veröffentlicht auf von Koolteeth

 

Stakeholder sind alle Personen, die Interesse an einem Unternehmen haben. Dazu gehören Kunden, Anteilseigner, Angestellte, das Gemeinwesen und die Medien. Gerade die letzteren bieten viele Möglichkeiten, Einfluss auf Firmen zu nehmen und verlangen von Marketingstrategen und Managern erweiterte Umsicht.

 

Durch die Partizipationsmöglichkeiten, die in Foren, Blogs und Socialnetworks geschaffen wurden, spielen die neuen Medien eine große Rolle, sowohl für die Vermarktung der Firmen als auch für die Informationsbeschaffung durch die Kunden. Sie nutzen zunehmens die Chance, ihre Meinung über Produkte, Firmen und Marketingstrategien zu äußern. Vor allem wenn diese nicht so positiv ausfallen.

 

Da prasselt schon mal ein Shit-Storm über die vermeintlichen Übeltäter hinweg, der folgenschwere Konsequenzen haben kann. Auch wenn diese Praxis nicht gerade sauber und rechtlich bedenklich ist, so hat sie dennoch bleibenden Schaden hinterlassen. Diesen auszuräumen ist fast unmöglich, da die Kurzlebigkeit unserer Zeit auch schnelle Erfolge benötigt und deshalb mit dem so erzeugten schlechten Ruf auch schnell die Aussichten auf Marktanteile schwinden.

 

Gleiches Schicksal trifft auch Politiker, Präsidenten und andere Menschen des öffentlichen Lebens. Und nicht jeder hat die Möglichkeit, ganze Plattformen wie Youtube und Twitter sperren zu lassen, um sich seiner Diskreditierung zu entziehen. Zumal solche Handlungen sehr riskant sind und oftmals einem Schuss in den ohnehin schon heißen Ofen gleichen.

 

Für Firmen und Unternehmen bedeutet dies verstärkt die Stakeholder, die Market Mavens und Meinungsführer im Auge zu behalten und vor allem zufrieden zu stellen. Nicht zu unterschätzen sind auch die, die schon rein aus Prinzip gegen Produkte und Marken agieren. Das Internet bietet den interessierten Nutzern genug Einblicke in Strategien, Handlungsweisen und somit auch in die Gegenstrategien.

 

Zum ersten Mal ist das Wissen über Marketing im Allgemeinen und die Werbung so groß wie noch nie zuvor. Die weichen Werbespots der 80er Jahre werden in der Schule analysiert, im Internet zerpflückt und dienen nur noch der Belustigung. Schlagworte wie Virales Marketing sind für die meisten ebenfalls keine Fremdbegriffe mehr. Die Werbung wurde entzaubert. Dies macht es schwerer, Kunden authentisch und überzeugend zu gewinnen.

 

Zum einen kann der Zuwachs an aktiver Meinungsäußerung als Chance für die Demokratie gewertet werden. Zum anderen entstehen sowohl für die Wirtschaft als auch für die Politik Gefahren, ebenso wie für die Nutzer selbst. Denn auch hier bieten die Plattformen keinen Schutz und viele Möglichkeiten zum Rufmord.

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