Singen und Musizieren stärken die Gesundheit und das Wohlbefinden
Musik. Ich glaube irgendein berühmter Mensch hat einmal gesagt, Musik entsteht in dem Moment, in dem man zwei Töne aneinanderhängt. Musik kann also jeder von uns machen! Und das dies gut für Körper und Geist ist, wurde jetzt auch (mal wieder) wissenschaftlich belegt.
Die Wirkung der Musik ist universell und unbestreitbar. Egal wie simpel oder komplex Musik funktioniert, sie spricht mindestens einen unserer fünf Sinne an. Musik zu hören (oder zu fühlen) ist also ein imanenter physiologischer Ablauf. Und auch psychologisch spielt die Musik eine Rolle, wie wir alle aus eigener Erfahrung wissen.
Aber auch das Musikmachen führt zu physio- und psychologischen Wirkungen auf uns Menschen. Der Psycho- und Musiktherapeut Wolfgang Bossinger hat zu diesem Thema am 27. Mai 2008 in Linz (Österreich) referiert. Einige Punkte seiner Forschung möchte ich hier wiedergeben.
Musik zu hören stimuliert bei intensiven Musikerlebnissen (Gänsehaut etc.) die gleichen neuralen Systeme, die auch bei Sex, Drogen oder Schokolade reagieren und zum Belohnungssystem gehören. Erwiesen wurde eine solche Wirkung zum Beispiel bei den Inuit, die in rituellen "Sängerwettstreiten" Gerichtsverhandlungen musikalisch führen und sich danach einfach besser fühlen. Das In-Trance-Tanzen bei Schamanen und Medizinmännern führt zu einem drogengleichen Rauschzustand.
Beim Singen vertieft sich die Atmung. Dadurch gelangt mehr Sauerstoff in unsere Lungen, wodurch das Gehirn und das Herzkreislaufsystem stärker mit Sauerstoff versorgt werden, was zu einer Leistungssteigerung führt. Regelmäßig Singende sind aber nicht nur körperlich gesünder, sie verfügen auch über mehr Selbstvertrauen und sind ausgeglichener. Singen ist auch eine Form von Therapie. Es hilft, negative Emotionen in positive Gefühle umzuwandeln und fordert konstruktive Gedankengänge.
Singen gilt sogar als Antidepressivum, da beim Singen Glückshormone wie Noradrenalin, Serotonin, Beta-Endorphin und Oxytocin ausgeschüttet werden. Zusätzlich werden Stresshormone abgebaut. Das Immunglobulin A wird ebenfalls ausgeschüttet und stärkt die Abwehrkräfte. Bei einem Chor konnte nach dem Singen eines Stücks ein Anstieg von Immunglobulin A um 240 Prozent festgestellt werden. Zudem steigert Singen die soziale Kompetenz und die emotionale Intelligenz. Empathie-, Lern- und Bindungsfähigkeit sind bei Singenden oft besser ausgeprägt. Singen hilft auch, dem eigenen Ärger Luft zu machen.
Selbst die körpereigenen Rythmen können durch Gesang und den damit verbundenen Resonanzschwingungen wieder in Einklang gebracht werden. Bei Stress und Krankheit sind die Rythmen zwischen Puls, Blutdruck und Atmung oft stark verschoben. Durch Singen und rythmisches Musizieren können diese Rythmen wieder interferieren.
Was für das Singen gilt, gilt sicherlich größtenteils auch für das Pfeifen und Musizieren mit Instrumenten. Wolfgang Bossinger betohnte zudem, dass es keinesfalls darauf ankommt, ob man gut singt oder nicht. Der Spaß daran ist das Wichtigste!
(Quelle: OÖ Nachrichten, "Singen als Lebenselixier", 27.5.2008)
Die Wirkung der Musik ist universell und unbestreitbar. Egal wie simpel oder komplex Musik funktioniert, sie spricht mindestens einen unserer fünf Sinne an. Musik zu hören (oder zu fühlen) ist also ein imanenter physiologischer Ablauf. Und auch psychologisch spielt die Musik eine Rolle, wie wir alle aus eigener Erfahrung wissen.
Aber auch das Musikmachen führt zu physio- und psychologischen Wirkungen auf uns Menschen. Der Psycho- und Musiktherapeut Wolfgang Bossinger hat zu diesem Thema am 27. Mai 2008 in Linz (Österreich) referiert. Einige Punkte seiner Forschung möchte ich hier wiedergeben.
Musik zu hören stimuliert bei intensiven Musikerlebnissen (Gänsehaut etc.) die gleichen neuralen Systeme, die auch bei Sex, Drogen oder Schokolade reagieren und zum Belohnungssystem gehören. Erwiesen wurde eine solche Wirkung zum Beispiel bei den Inuit, die in rituellen "Sängerwettstreiten" Gerichtsverhandlungen musikalisch führen und sich danach einfach besser fühlen. Das In-Trance-Tanzen bei Schamanen und Medizinmännern führt zu einem drogengleichen Rauschzustand.
Beim Singen vertieft sich die Atmung. Dadurch gelangt mehr Sauerstoff in unsere Lungen, wodurch das Gehirn und das Herzkreislaufsystem stärker mit Sauerstoff versorgt werden, was zu einer Leistungssteigerung führt. Regelmäßig Singende sind aber nicht nur körperlich gesünder, sie verfügen auch über mehr Selbstvertrauen und sind ausgeglichener. Singen ist auch eine Form von Therapie. Es hilft, negative Emotionen in positive Gefühle umzuwandeln und fordert konstruktive Gedankengänge.
Singen gilt sogar als Antidepressivum, da beim Singen Glückshormone wie Noradrenalin, Serotonin, Beta-Endorphin und Oxytocin ausgeschüttet werden. Zusätzlich werden Stresshormone abgebaut. Das Immunglobulin A wird ebenfalls ausgeschüttet und stärkt die Abwehrkräfte. Bei einem Chor konnte nach dem Singen eines Stücks ein Anstieg von Immunglobulin A um 240 Prozent festgestellt werden. Zudem steigert Singen die soziale Kompetenz und die emotionale Intelligenz. Empathie-, Lern- und Bindungsfähigkeit sind bei Singenden oft besser ausgeprägt. Singen hilft auch, dem eigenen Ärger Luft zu machen.
Selbst die körpereigenen Rythmen können durch Gesang und den damit verbundenen Resonanzschwingungen wieder in Einklang gebracht werden. Bei Stress und Krankheit sind die Rythmen zwischen Puls, Blutdruck und Atmung oft stark verschoben. Durch Singen und rythmisches Musizieren können diese Rythmen wieder interferieren.
Was für das Singen gilt, gilt sicherlich größtenteils auch für das Pfeifen und Musizieren mit Instrumenten. Wolfgang Bossinger betohnte zudem, dass es keinesfalls darauf ankommt, ob man gut singt oder nicht. Der Spaß daran ist das Wichtigste!
(Quelle: OÖ Nachrichten, "Singen als Lebenselixier", 27.5.2008)
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