Immortal Technique

Veröffentlicht auf von Koolteeth

Ich liebe Hip Hop! Und dazu stehe ich, obwohl ich damit in meinem Freundeskreis einer der wenigen bin. Leider kann ich es, angesichts der bekannten Dance-Floor (siehe MTV etc.) Hip Hop Acts durchaus verstehen, dass Hip Hop nicht unbedingt mit niveauvoller Musik gleichgesetzt wird. Allerdings gibt es da ja zum Glück noch die vielen "Underground" Acts, die, neben geilen Beats auch noch super Texte haben.

Einer von ihnen ist Immortal Technique a.k.a. Felipe Coronel. Der aus Peru stammende Rapper begeistert mich jedes Mal auf's neue. Als The GZA a.k.a. The Genius sagte "too much knowledge might break up the rhyme" (zu viel Weißheit macht den Reim kaputt), hatte er wohl noch keine Ahnung von Immortal Techniques grandiosen Skills! Bei vielen seiner Texte bekomme ich immer noch eine Gänsehaut.

Er erzählt vom Leben als Minderheit, von politischen Intrigen und Verschwörungen, von Geld- und Machtgier und von der Wichtigkeit der Liebe zwischen den Menschen. Das macht er auf einem sprachlichen und geistigem Niveau, welches an Jeru The Damaja oder Guru erinnert. Allerdings wirkt er dabei einfach frischer und aggressiver. Dabei beschönigt er keineswegs die Wege, die seine Leidensgenossen einschlagen, um in diesem System überleben zu können.

Immortal Technique war für mich ein Schlagloch im platten Hip Hop Genre, das mich wieder aus der "Good Ol' Times"-Resignation geholt hat. Seine "Revolutionary Volumes" gehören definitiv in die Sammlung jedes Rap und Hip Hop Fans, der Wert auf Inhalte legt. Und wer bei "Dance with the devil" keine Gänsehaut bekommt, sollte sich sowieso fragen, ob er die richtige Musikrichtung hört.

Wenn Du jetzt Lust auf Immortal Technique hast, kannst Du hier seine Homepage anschauen!

Veröffentlicht in Musik

Kommentiere diesen Post